Presseartikel » Steigbügel oder Spielverderber?

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Zweites Derby in Folge in der Handball-Landesliga der Männer! Eine Woche nach dem Sieg bei Plesse II trifft Tabellenführer MTV Moringen nun auf den Nachbarn aus Northeim. Spannung scheint garantiert, wenn heute um 18 Uhr der Anpfiff in der Sporthalle Burgbreite ertönt.

Dafür spricht nicht nur das Hinspielergebnis von 32:32. Im November lieferten sich die Nachbarn ein hochklassiges und packendes Duell. Gleiches ist bei der Neuauflage zu erwarten. Die Heimsieben wird alles daransetzen, Spitzenposition und Heimnimbus zu verteidigen. Die Gäste hätten sicher Spaß daran, dem Kreisrivalen ein wenig in die Suppe zu spucken. Das möchte der Moringer Sebastian Fröchtenicht unbedingt vermeiden. „Es wird sicher interessant, so wie die letzten Spiele gegen Northeim eigentlich immer. Aber wir sollten es schaffen. Wir kennen die Mannschaft, wissen wie sie spielt und können uns darauf einstellen.“ Respekt hat der Youngster vor Jannis Meyer. „Aber allein kann er uns auch nicht besiegen.“

Aus seiner persönlichen Sicht ist der griffige Kreisläufer mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. „Es war okay und hat gepasst. Ich hatte meine Spielanteile und konnte mich in den Dienst der Mannschaft stellen.“ Nun soll natürlich auch der Titel her. „Dieses Jahr muss es klappen. Wenn wir die Vorlage aus Fallersleben jetzt nicht nutzen, dann sind wir an uns selbst gescheitert“, stellt der 19-Jährige klar.

Alles andere als gescheitert ist Sönke Henniges in seinem ersten Jahr in Northeim. „Es war bisher eine gute Saison. Ich habe viel dazugelernt und einen großen Schritt nach vorn gemacht“, erklärt das NHC-Talent, obwohl er aufgrund von Rückenbeschwerden häufig nur mit Schmerzen spielen konnte.

Die sind aber vor seiner Rückkehr nach Moringen, wo er die letzten beiden Spielzeiten aktiv war, vergessen. „Deshalb ist es für mich natürlich etwas Besonderes. Aber das ist es für die ganze Mannschaft. Ein Derby will man schließlich immer gewinnen.“ Zu einem Tipp will er sich aber nicht hinreißen lassen. „Moringen ist Favorit. Aber auch wir haben unsere Chance und die wollen wir nutzen. Wir müssen kompakt stehen und im Angriff geduldig auf unsere Chance warten.“


Quelle: HNA vom 26. April 2013